Gerhard Schultes (* 9. Februar 1934 in Hohenau an der March; † 24. März 2023 ebenda) war ein österreichischer Theologe und Priester.
Leben
BearbeitenDer Sohn eines Försters besuchte das Erzbischöfliche Knabenseminar Hollabrunn und das Gymnasium in Wien-Landstraße, wo er 1952 maturierte. Schultes inskribierte zunächst für Germanistik und Latein an der Universität Wien. Zu Beginn des Studiums trat er der katholischen Studentenverbindung KÖStV Rudolfina Wien bei [1]. 1954 trat er in das Wiener Priesterseminar ein und absolvierte bis 1959 das Studium der katholischen Theologie.
Schultes promovierte 1965 an der Universität Wien zum Doktor der Theologie. In seiner Dissertation befasste er sich kirchenhistorisch mit der Geschichte des Reichsbundes der Katholischen Jugend Österreichs 1921 bis 1938.[2]
1959 wurde er durch Franz Kardinal König zum Priester für die Erzdiözese Wien geweiht. Anschließend wirkte er drei Jahre als Kaplan in Hollabrunn, von 1962 bis 1969 als Seelsorger in der Laimgrubenkirche in Wien 6 und anschließend bis 1971 in der Keplerkirche in Wien 10.
Schultes widmete sich der Religionspädagogik und war zunächst ab 1962 als Religionslehrer an verschiedenen höheren Schulen in Wien. Er legte 1966 die Lehramtsprüfung für katholische Religion ab (Magister), von 1970 wurde er Fachinspektor und 1974 Diözesaninspektor für den katholischen Religionsunterricht an höheren Schulen. [3] 1978 wurde er Professor an der Religionspädagogische Akademie der Erzdiözese Wien in Wien-Strebersdorf. 1982 wurde er zu deren provisorischen Leiter berufen, von 1990 bis 1999 als Direktor.
Im Jahr 2000 trat Schultes in den Ruhestand, im Vikariat Nord wirkte er weiterhin als Aushilfsseelsorger. Schultes starb im 90. Lebensjahr am 24. März 2023 und wurde am 15. April 2023 am Friedhof in Hohenau an der March beerdigt.
Ehrenämter und Mitgliedschaften
Bearbeiten- 1971 – 1983: Seelsorger des Österreichischen Cartellverbandes
- 1971 – 1992: Mitglied des Direktoriums der Akademikerhilfe
- 1982 – 2001: Geistlicher Assistent der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände Österreichs (AKV)
- 1993 – 2000: Bundespräses im Reichsbund für Turnen und Sport Österreich, der Bewegung für christliche Gesellschaftspolitik und Sport
- Familiare (Marianer) des Deutschen Ordens
Ehrungen
Bearbeiten- Päpstlicher Ehrenkaplan - Monsignore (1979)
- Ehrenring des ÖCV (1984)
- Berufstitel Hofrat (1989)
- Päpstlicher Ehrenprälat (2006)
Einzelnachweise
Bearbeiten- ↑ Österreichischer Cartellverband: Biolex - Dir. i.R. Prälat HR Mag. Dr. Gerhard Schultes, abgerufen am 13. April 2023
- ↑ Dissertation: Schultes, G. (1967). Der Reichsbund der katholischen deutschen Jugend Österreichs. Veröffentlichungen des Kirchenhistorischen Instituts der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien 4.
- ↑ Erzdiözese Wien: † Prälat HR Dr. Gerhard Schultes, 24.03.2023
Kategorie:Korporierter im CV
Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)
Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert)
Kategorie:Päpstlicher Ehrenprälat
Kategorie:Österreicher
Kategorie:Geboren 1934
Kategorie:Gestorben 2023
Kategorie:Mann
Personendaten | |
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NAME | Schultes, Gerhard |
KURZBESCHREIBUNG | österreichischer römisch-katholischer Priester |
GEBURTSDATUM | 9. Februar 1934 |
GEBURTSORT | Hohenau an der March |
STERBEDATUM | 24. März 2023 |
STERBEORT | Hohenau an der March |