Die Villa Trierer Straße 61 in Weimar wurde 1912 errichtet. In der von Gitta Günther und Lothar Wallraf herausgegebenen Geschichte der Stadt Weimar wird das Gebäude als "Wadels Großvilla" bezeichnet.[1] Für das Jahr 1912 weist das Weimarer Adressbuch für den Maurermeister Hermann Wadel allerdings den Wohnort Kuhlmannstraße aus.[2] Auch die späteren Jahrgänge verweisen für Wadel auf die Kuhlmannstraße.

Die Villa entstand nach dem Entwurf von Hermann Wadel bzw. Paul Werschy. Die Villa rein äußerlich weist außer der Eingangstür so gut wie keine Verzierung auf. Die Villa entspricht den Vorstellungen einer Ablehnung von Hervorgebung der Fenster und sonst jeglicher Verzierung in der Architektur, wie sie u. a. über München von Adolf Loos ausging. Einfache Ziegelbauten Werschy's und Wadel's entstanden nördlich und westlich des August-Bebel-Platzes.[3]

Die gesamte Trierer Straße steht unter Denkmalschutz und damit auch diese Villa. Heute befindet sich darin eine Anwaltskanzlei.[4]

Einzelnachweise

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  1. Gitta Günther, Lothar Wallraf (Hrsg.): Geschichte der Stadt Weimar, Böhlau, Weimar 1975, 2. Auflage 1976, S. 455. Als das Buch erschien, hieß die Trierer Straße Friedrich-Engels-Ring.
  2. Weimarer Adressbuch 1912, S. 134.
  3. Hans Patze. Geschichte Thüringens, Band 48,Ausgabe 6, 1967, S. 153.
  4. https://insolvenzrecht-lubrich.de/

Koordinaten: 50° 58′ 43,8″ N, 11° 18′ 59,8″ O