Bei Sonnenschein und Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt präsentierte sich die Piste in einem kompakten Zustand. Die Kurssetzung erwies sich als technisch anspruchsvoll, weshalb zahlreiche Fahrerinnen ein Tor verpassten. Julia Mancuso (USA) eröffnete das Rennen; ihre Zeit von 1:21,50 Minuten reichte für Rang neun. Als erste der Favoritinnen ging Elisabeth Görgl ins Rennen; sie übernahm die Führung, fiel dann aber auf den fünften Platz zurück. Die nach ihr gestartete Lindsey Vonn, welche ein Jahr zuvor den WM-Titel im Super-G gewonnen hatte, galt (auch auf Grund ihrer Goldmedaille in der vor einigen Tagen gefahrenen Abfahrt) als die größte Favoritin; sie fuhr 0,26 Sekunden schneller und sah wie die sichere Siegerin aus. Doch dann überraschte Andrea Fischbacher, die schon bei den Zwischenzeitmessungen voraus lag und Vonns Zeit deutlich um 0,74 Sekunden unterbot. Schließlich schob sich Tina Maze vor Vonn auf Platz zwei.[1] Fischbachers Goldmedaille blieb die einzige für Österreichs Alpine. Ohne Medaille blieben die Schweizerinnen, das stärkste Super-G-Team in der laufenden Weltcupsaison.[2]